Freitag, 22. Juni 2007

Sterne, Blumen und kluge Köpfe


Sternekoch-Kombi für ausgewählte Gäste

"Bei mir gibt's kein Olivenöl". So Tim Raue, der am 21. Juni 2007 den Südtiroler Sternekoch Jörg Trafoier zu Gast hatte. Für 14 Journalisten wurde in der Schauküche des swissôtel in Berlin gekocht. Zum Anfassen und Mitmachen oder auch nur Zuschauen. Jörg Trafoier am gebratenen Kalbsfilet mit Jakobsmuschel und Schmortomate auf Senf-Kaperncreme, Tim Raue am Saiblingstartar mit Stachelbeereis, Gurke und Meerrettich. Die beiden Kreativköche zeigten, was sie drauf haben. Gewagte Kombinationen, exzellente Zutaten und sorgfältigste Vorbereitung.

Jörg, der im Vinschgau das Restaurant Kuppelrain betreibt, hatte Zutaten aus der Umgebung mitgebracht: Kapuzinerkresse, indischer Salbei und viele andere Blüten von der Südtiroler Bergwiese machten sein Risotto zu einem bunten Geschmackserlebnis - auch ohne Olivenöl.

Der Direktor der Südtirol Marketing Gesellschaft, Christoph Engl, packte kräftig mit an. Als rührender Gastgeber stand er am Risottotopf und erzählte Spannendes über seine Heimat. Und die Kontraste, die sie so interessant machen. "Südtirol hat viel zu bieten. Das fängt bei 11 Sterneköchen an - und hört eigentlich gar nicht auf." Das Potential des kleinen italienischen Landes auf der Südseite der Alpen steckt in der Vielfalt und der Authentizität. Jazzfestivals, Kunstprojekte, Weinfeste, Ski- und Wander
regionen ziehen jährlich ca. 5 Mio Besucher an. "Bemerkenswert ist auch die Zahl der Musikkapellen: 180 kommen auf 116 Gemeinden", erzählt Engl. "Ausgewogener dagegen die Anzahl der Bergbauernhöfe im Vergleich zu der der Beherbergungsbetriebe: jeweils 4.850.

Und so ließen es sich denn die geladenen Gäste bei entspannter Küchenatmosphäre und interessanten Gesprächen munden.
Vier ausgewählte Südtiroler Weine sind da noch unbedingt zu empfehlen. Ein weißer zum Saiblingstartar: Weißburgunder "Falkenstein" 2005 von Franz Pratzner. Zur Ziegenmilchreiscreme mit Apfel und Estragoneis passte hervorragend ein Gewürztraminer: Passito "Canthus" 2005, Kellerei Schreckbichl. Der rote zum Kalb: Blauburgunder "Schweizer" 2004 vom Weingut Franz Haas. Zu den Kartoffelteigtaschen mit Gänseleber und weißer Schokolade auf Apfelmus wurde
Sauvignon Passito "Saphir" 2003 aus der Kellerei Laimburg serviert.

Ein sehr gelungener Abend, zu dem Barbara Platzer von Häberlein & Mauerer und Südtirol Marketing eingeladen haben!


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Dienstag, 19. Juni 2007

GOYA reloaded

„Goya reloaded“ – Hier darf endlich wieder gefeiert werden



Großes Gewusel an der Tür, High Heels und hochtoupierte Haare rangeln gegen eingegelte Stoppelfrisuren mit weißen Sneakers. „Wo iss’n hier die Gästeliste?“ Keiner weiß genau, wie’s heute drin aussieht und was genau passiert. Aber alle wollen rein. Ins „neue“ Goya, das nach einem Jahr Pleite-Stillstand wieder die Pforten für die Berliner Partymäuse geöffnet hat.


Der neue Betreiber, die Treugast Solutions Group, hat nach dem Tempodrom und der Tanzshow „Belle et Fou“ auch das Goya zur Wiederbelebung übernommen. Die Münchner Beratungsgesellschaft hat einen 10-Jahres-Vertrag mit dem Eigentümer des ehemaligen Metropol-Theaters, Henning Conle, abgeschlossen. Es musste noch Einiges repariert und vervollständigt werden, bis das Interieur wieder glänzte. Künftig wird der von Star-Architekt Hans Kohlhoff für über 10 Millionen glamourös sanierte Jugendstilbau schlicht und einfach vermietet: für Parties, Empfänge, Incentives und Special Events. Eben für das Geschäft, das in Berlin tagtäglich funktioniert – und weiter boomt. Bereits für dieses Jahr bestehen 38 Buchungen für die neue Event-Location.

Den Auftakt gab am 16. Juni 2007 das Stadtmagazin PRINZ. Anlässlich des alljährlich stattfindenden Lesbisch-Schwulen-Straßenfestes rund um die Motzstraße lud PRINZ zur High-Heels-Party ein. Linda Pearl, Gloria Viagra und Polla Disaster begrüßten über 1.500 Gäste, die zur Musik der „Kofferboys“ unter den glitzernden Kronleuchtern ausdauernd ihre Hüften schwangen.


Zuvor hatten Treugast-Chairman Stephan Gerhard und seine Crew das „Goya reloaded“ persönlich vorgestellt. Es gab noch diverse Verbesserungen an Technik und Ausbau. „Irgendwas wird heute Nacht sicherlich ausfallen“, so Gerhard. Ausgefallen ist allerdings höchstens der eine oder andere Gast, der aufgrund des hohen Andrangs - oder Alkoholpegels - an der Tür nicht reinkam.

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