„Goya reloaded“ – Hier darf endlich wieder gefeiert werden

Großes Gewusel an der Tür, High Heels und hochtoupierte Haare rangeln gegen eingegelte Stoppelfrisuren mit weißen Sneakers. „Wo iss’n hier die Gästeliste?“ Keiner weiß genau, wie’s heute drin aussieht und was genau passiert. Aber alle wollen rein. Ins „neue“ Goya, das nach einem Jahr Pleite-Stillstand wieder die Pforten für die Berliner Partymäuse geöffnet hat.

Der neue Betreiber, die Treugast Solutions Group, hat nach dem Tempodrom und der Tanzshow „Belle et Fou“ auch das Goya zur Wiederbelebung übernommen. Die Münchner Beratungsgesellschaft hat einen 10-Jahres-Vertrag mit dem Eigentümer des ehemaligen Metropol-Theaters, Henning Conle, abgeschlossen. Es musste noch Einiges repariert und vervollständigt werden, bis das Interieur wieder glänzte. Künftig wird der von Star-Architekt Hans Kohlhoff für über 10 Millionen glamourös sanierte Jugendstilbau schlicht und einfach vermietet: für Parties, Empfänge, Incentives und Special Events. Eben für das Geschäft, das in Berlin tagtäglich funktioniert – und weiter boomt. Bereits für dieses Jahr bestehen 38 Buchungen für die neue Event-Location.
Den Auftakt gab am 16. Juni 2007 das Stadtmagazin PRINZ. Anlässlich des alljährlich stattfindenden Lesbisch-Schwulen-Straßenfestes rund um die Motzstraße lud PRINZ zur High-Heels-Party ein. Linda Pearl, Gloria Viagra und Polla Disaster begrüßten über 1.500 Gäste, die zur Musik der „Kofferboys“ unter den glitzernden Kronleuchtern ausdauernd ihre Hüften schwangen.
Zuvor hatten Treugast-Chairman Stephan Gerhard und seine Crew das „Goya reloaded“ persönlich vorgestellt. Es gab noch diverse Verbesserungen an Technik und Ausbau. „Irgendwas wird heute Nacht sicherlich ausfallen“, so Gerhard. Ausgefallen ist allerdings höchstens der eine oder andere Gast, der aufgrund des hohen Andrangs - oder Alkoholpegels - an der Tür nicht reinkam.
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